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Über Uns

Wir sind zwei katzenverrückte Menschen. Viele Jahre haben wir uns um ausgesetzte Katzen gekümmert; zweitweise lebten bis zu sechs Vierbeiner bei uns. Ein verletzter plattnasiger roter Perser, der uns zulief und unsere Hilfe brauchte (er war absolut keine Schönheit) veränderte unseren Blickwinkel.

Als wir ihn nach einem Jahr schweren Herzens einschläfern lassen mussten, verliebten wir uns in die Norwegischen Waldkatzen, und das Verhängnis begann vort ca 17 Jahren - und es hält immer noch an -  Man hat diesen wunderschönen Wesen ein Mal in die Augen geschaut und ist für immer verloren. Unsere besondere Liebe und Fürsorge gehört derzeit unseren Rentnern, die uns viele Jahre reich beschenkt haben und auch im Alter uns immer wieder zeigen, wie sehr sie ihre Menschen mögen. Wir freuen uns, wenn sie möglichst lange ihr Pensionisten-Dasein mit uns genießen können.

Sie werden es schon gemerkt haben: Die Wunderbäumchen sind keine "normalen" Katzen-Züchter - eher Katzenliebhaber mit züchterischen Ambitionen, die sich mit ihren Katzen ein verwunschenes Haus im Nordwesten von Hamburg teilen. Auf drei Etagen und mit Auslauf tagsübber in Freigehenden glauben wir, unseren Vierbeinern das Leben so interessant und lebenswert wie möglich zu machen.

Entsprechend sind wir in der Katzen-Züchter-Szene verschrieen - gerade auch, weil wir manche gebräuchlichen Dinge gegen den Strich zu bürsten pflegen.

Dass trotz unserer "Zickigkeit" auch Show-Erfolge nicht ausblieben (und ein bisschen Blech auf den Borden gelegentlich poliert werden muss), zeigt übrigens, dass auch auf dem steinigen Weg des Schritt-für-Schritt-Arbeitens in der Katzenzucht Highlights jederzeit möglich sind.


Denn: Die "perfekte" Norwegische Waldkatze gibt es nicht - kann es auch gar nicht geben, da sie erst seit 35 Jahren als Rassekatze überhaupt anerkannt ist. Und eigentlich wäre auch nichts langweiliger, als wenn sich schließlich eines Tages die Norweger wie geklont ähneln würden und eine Unterscheidung wirklich nur noch um eine Haarspitze möglich wäre.

Es gibt natürlich die Illusion einer perfekten NFO - dieses Bild in den Köpfen von Züchtern und Richtern aber wandelt sich von Jahr zu Jahr immer noch ein bisschen, ohne dass sich der Standard (der das Aussehen einer Rasse definiert) im Wortlaut ändern würde. Für uns vor allem ist wichtig, dass die "Norweger" eine (noch) unverzüchtete Rasse sind, mit einem unverwechselbaren Look, naturnah und gleichzeitig menschenbezogen.
Da mag geschrieben werden, was will: Wenn ein Zuchttrend dem entgegen laufen würde, gingen nicht nur wir auf die Barrikaden.


Wie der Standard der Norweger-Zucht (hier: FIFé) aussieht, finden Sie demnächst unter einem Link auf dieser Seite - auch hier gilt: Die letzte Interpretation trifft der Preisrichter. Der ist ein Mittelding zwischen Korrektiv und Förderer, wenn es um Ausgewogenheit bei einer gesunden Zucht geht - denn der Geschmack wandelt sich zyklisch, häufig wird viel zu viel in die Extreme gezüchtet, wobei andere Aspekte zu weit zurückgedrängt werden. Dann hören Sie vom "alten" und "neuen" Typ der Norweger - eine Bezeichnung, die nur bedingt korrekt ist. Sonst müsste es bald auch noch "uralte" und "antiquierte" Typen geben...

Wie alles begann

So kamen Mascha und Bert zum Katzenzüchten


Unsere erste Katze hiess "Bällchen" - eine schwarz-weiße Hauskatze. Es war zu Beginn unserer Ehe. Damals standen wir vor der Entscheidung: Hund oder Katze. Die Selbstständigkeit der Katze siegte im Charakter-Vergleich. Dass wir eines Tages Katzen (und dazu auch noch Rassekatzen) züchten würden bei all dem Tierheim-Elend einerseits und dem Anblick überlebensuntüchtiger Fellmonster andererseits, schien uns schon als Vorstellung absurd. Das war vor knapp 30 Jahren.

Seit fast 20 Jahren gehören wir selbst zu dieser komischen Gilde von Katzenzüchtern. Nach 20 Jahren Sorge um ausgesetzte und Tierasyl-Katzen (Foto oben: Charlie, einer unserer letzten Tierheim-Kater) brachte uns ausgerechnet der stinkendste, hässlichste Streuner mit dem poetischen Namen "Mozart" dazu, unser Herz auch für Rassekatzen zu öffnen. "Mozart" - das war ein reinrassiger rothaariger Perser, knapp zehn Jahre alt, Plattnase par excellence und schiefe Schnauze, das Fell vor Schmutz starrend. Er hatte sich unserer damals frei laufenden Bande von Hauskatzen angeschlossen, sich erst heimlich an den Tellern bedient - und sich schliesslich um drei Uhr nachts lautstark in unserem Schlafzimmer darüber beschwert, dass kein Futter mehr da war ...

"Mozart" hatte sich unser Haus zum Sterben ausgesucht - als wir ihn nach einem Jahr nach einer Serie von für uns heute nicht mehr nachvollziehbaren Tierarzt-Diagnosen einschläfern lassen mussten, war ein Stück Leere in unserem Leben, da auch eine Reihe unserer anderen Lebensbegleiter uns über die Regenbogenbrücke verlassen hatten.

Mozart hatte uns Lust auf das Leben mit Rassekatzen gemacht - die Frage war damals nur: Welche Rasse? Es sollte ein möglichst naturnahes Tier sein, nicht durch Menschen überzüchtet. So lieb Mozart war - eigentlich war er auch das abschreckende Beispiel, was wir nicht haben wollten. Noch einmal ein Jahr dauerte es dann, bis wir uns endgültig für die Rasse entschieden hatten, die seither unser Leben bestimmt: Die Norwegischen Waldkatzen.

Wenn Sie uns heute fragen: Für uns konnte es keine andere Rasse geben. Bis heute nicht.

Ohne Ahnung von Genetik, nur mit einem Hauch Herkunfts-Wissen aus Katzenzeitschriften belastet, vor allem aber mit der Leidenschaft für die Rasse ausgestattet, haben wir 1991 begonnen, eine kleine Zucht aufzubauen, fast jeden Anfänger-Fehler begangen, den ein Neuling machen konnte - nur einen nicht: Wir haben versucht, aus Irrtümern selbst zu lernen, haben uns nicht als "Jünger" dem einen oder anderen Erfolgs-Züchter oder Stil angeschlossen, haben unseren Bestand nicht nach Erfolgs-Kriterien immer mal wieder ausgetauscht, haben unsere Vierbeiner nie als Objekte gesehen. So ist eine bunte, aber dennoch homogene Gruppe von Wunderbäumchen bei uns herangewachsen.