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In Erinnerung

Tragödie hautnah (über mimo)



All die jahre, in denen ich züchte, habe ich ggf. katzen zurückgenommen und sie weitervermittelt – wie es auch in meinen verträgen steht. Da gab es nichts zu sorgen.

Bis mich vor einigen tagen am wochenende ein amtsarzt anrief, der sich um die zusammengebrochene besitzerin von zwei unserer katzen kümmern musste. Da kam ich erstmals nach längerer zeit wieder in kontakt mit „meinen“ inzwischen komplett verwahrlosten katzen, die der alleinstehenden frau eigentlich liebevolle gesellschaft bieten sollten.

Der älteste, ein 18jähriger Kater (einer der ältesten noch lebenden wunderbaum-tiere, mimo genannt - oben eine seiner letzten aufnahmen, unten mimo als katerbaby), zeigte sein ganzes elend beim tierarzt: ein auge völlig weggeeitert. Das fell bretthart, die muskulatur war hin, das skelett deformiert. Seine inneren organe fühlten sich total hart an. Er war fast verhungert. selbst mein tierarzt war entsetzt und betroffen. Wir konnten den kater nur noch erlösen und beerdigen

Die zweite kätzin war so verängstigt und verstört, dass sie beim versuch, sich ihr zu nähern, meinen bekannten, der mir half, so heftig biss, dass er einige tage ambulant im krankenhaus behandelt werden musste und jetzt noch arbeitsunfähig ist.

Was mit der katze in der verlassenen wohnung tun? Futter und wasser hinstellen und regelmässig erneuern, klo kontrollieren – und mich dann am wochenende durch sämtliche tierschutzorganisationen der region telefoniert.

Ergebnis: selbst zu handeln sei zwecklos: verwandte müssen informiert werden, die sich mit dem ordnungsamt in verbindung setzen sollten, das den rest organisieren würde: einfangen des tiers in der wohnung mit helfern vom tierheim, vorstellung der katze bei einem tierarzt, der über das weitere schicksal entscheidet. So geschahs dann auch am tag 5 der tragödie.

Ich werde in den nächsten tagen nachfragen, ob sie noch lebt und wie es weitergehen kann.
Ich war mit der katzenbesitzerin jahrelang befreundet, dann hatte ich den kontakt abgebrochen. Sie wusste jedoch, dass sie bei problemen mit den katzen jederzeit bei mir hätte anrufen können.

Jetzt, wo ich selbst zur ruhe komme, reagiert mein körper mit macht, ich bin traumatisiert. Natürlich habe ich mir als züchterin von einigen tierschützern auch noch kommentare anhören müssen wie Katzenzüchten sei in der heutigen zeit nicht mehr verantwortbar usw. da selbst rassekatzen schwer zu vermitteln seien. Solche aussagen in der akuten situation hatte ich auch grade noch gebraucht.


Es tut mir so weh, wenn ich an das traurige leben meiner katzis in dieser umgebung denke. Wie kann ein mensch tiere so elend verrecken lassen? So verwirrt war die Besitzerin denn auch wieder nicht...